6 Aug 2026
Deutsche Bundesländer initiieren formelle Überprüfung des GlüStV 2021 mit Berichtspflicht bis Dezember 2026

Hintergründe zur laufenden Evaluierung
Deutschlands 16 Bundesländer haben eine formelle Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 gestartet, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist, und ein umfassender Evaluierungsbericht muss bis zum 31. Dezember 2026 vorliegen. Die GGL, unter dem Vorsitz von Sandro Kirchner seit 2025, koordiniert diesen Prozess, der sich auf Daten zu Wettbewerbsfähigkeit und Kanalisierung konzentriert.
Belege zeigen, dass restriktive Regelungen wie die Einsatzgrenze von einem Euro pro Spin, die fünfsekündige Verzögerung und die monatliche Einzahlungsobergrenze von 1000 Euro die Attraktivität des regulierten Marktes einschränken, was zu einer Kanalisierungsrate von etwa 77 Prozent führt und damit fast ein Viertel der Online-Wetten auf unregulierte Plattformen umlenkt.
Beteiligte Akteure und Ablauf der Prüfung
Die 16 Bundesländer arbeiten gemeinsam an der Bewertung, während die GGL die Aufsicht führt und Daten aus dem Markt analysiert. Diskussionen drehen sich um mögliche Anpassungen an Limits, Steuern und Durchsetzungsmaßnahmen, um sowohl Spielerschutz als auch Markterfassung zu verbessern, und im August 2026 liegen bereits erste Zwischenergebnisse vor.
Experten haben beobachtet, dass die aktuelle Struktur des Vertrags Wettbewerbsnachteile für lizenzierte Anbieter schafft, und Forscher haben Statistiken ausgewertet, die eine direkte Verbindung zwischen den Einschränkungen und der Abwanderung zu illegalen Angeboten aufzeigen.
Auswirkungen auf Kanalisierung und Marktanteile
Die Kanalisierungsrate von rund 77 Prozent bedeutet, dass erhebliche Summen weiterhin außerhalb der regulierten Kanäle fließen, und Daten der GGL belegen, wie diese Entwicklung die Effektivität von Spielerschutzmaßnahmen beeinträchtigt. Behörden prüfen daher gezielte Änderungen, die sowohl die Einhaltung erhöhen als auch den Zugang zu legalen Plattformen erleichtern sollen.

Ein Bericht hebt hervor, dass Anpassungen an der Einzahlungsgrenze und den Spin-Limits die Attraktivität des legalen Marktes steigern könnten, während gleichzeitig strengere Durchsetzungsmechanismen gegen unregulierte Anbieter eingeführt werden. Die Bundesländer tauschen sich regelmäßig aus, um einheitliche Vorschläge für den Evaluierungsbericht zu entwickeln.
Mögliche Anpassungen und nächste Schritte
Diskussionen umfassen eine Überprüfung der Steuerstruktur sowie der Werbe- und Limitregeln, und Behörden haben bereits Modelle getestet, die eine bessere Balance zwischen Schutz und Marktzugang ermöglichen. Die GGL sammelt weiterhin Daten, um fundierte Empfehlungen bis Ende 2026 vorzulegen, und erste Ergebnisse deuten auf gezielte Lockerungen in bestimmten Bereichen hin.
Die 16 Länder koordinieren ihre Positionen, um im Evaluierungsbericht konkrete Vorschläge zu unterbreiten, und laufende Analysen zeigen, dass eine höhere Kanalisierung die Einnahmen aus legalen Angeboten erhöhen und gleichzeitig den illegalen Markt eindämmen könnte.
Ausblick auf den Abschlussbericht 2026
Bis Dezember 2026 soll der umfassende Bericht vorliegen, der auf Grundlage der aktuellen Marktdaten Empfehlungen für Anpassungen am GlüStV 2021 enthält. Die GGL und die Bundesländer arbeiten daran, Maßnahmen zu identifizieren, die sowohl den Spielerschutz stärken als auch die Wettbewerbsfähigkeit des regulierten Sektors verbessern.
Die Überprüfung bleibt ein zentraler Prozess, bei dem alle relevanten Faktoren wie Limits, Steuern und Durchsetzung berücksichtigt werden, und weitere Zwischenergebnisse werden im Laufe des Jahres 2026 erwartet.